Familientherapie in München

Die systemische Familientherapie

Systemische Familientherapie bedeutet zu erkennen, dass wir auf drei Arten mit unserer Herkunftsfamilie in Beziehung standen oder stehen.

Zum Einen sind wir in einer Familie geboren (auch wenn ein Teil oder mehrere abwesend waren). Wir machen hier unsere ersten Beziehungserfahrungen und etwickeln ein Selbstbild über uns.

Dieses Selbstbild wird in unserem jetzigen Lebensalltag reaktiviert – und je besser wir darüber Bescheid wissen, desto besser läst sich damit Leben. Wir können heute im Hier und Jetzt ein neues hilfreicheres Selstbild entwickeln. Dazu müssen wir die Zusammenhänge und Muster verstehen, nach denen wir leben. Die Dinge, die wir uns von den Eltern abgeschaut und verinnerlicht haben.

Zum Anderen sind wir als Erwachsene noch in die Beziehung zu unseren Eltern manchmal ungünstig verstrickt. Es lohnt sich diese Beziehung zu modifizieren, um von der eigenen und auch der Wahrnehmung der Eltern ein erwachsener Sohn oder eine erwachsene Tochter sein zu können.

Zum Dritten wirken die Erfahrungen unserer Vorfahren – die segensreichen wie die belastenden- bis heute. Dieses psychologische Erbe können wir antreten, z.B. in dem wir ein Familiengenogramm erstellen. Dort werden oft sehr spannende familiengeschichtliche Zusammenhänge klar. Durch das Bewusstsein über diese Zusammenhänge, fühlen sich bestimmte Verhaltensweisen und Situationen dann nicht mehr belastend an.

Familientherapie funktioniert vergleichbar mit einem Mobile. Wenn sich ein Teil verändert, dann verändert sich die Beziehung zu allen anderen Teilen mit. Wir können immer „nur“ an uns arbeiten. Diese Arbeit hat automatisch Auswirkungen auf alle anderen Familienmitglieder.